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Bildungstanz

Gemeinsamer Aufruf zur Kölner Bildungsstreik-Demo am 17. Juni 2009

Der Zustand des deutschen Bildungssystem ist nicht weiter hinnehmbar! In den letzten Jahren haben wissenschaftliche Studien jeglicher Couleur die hohe soziale Selektivität und die systematische Unterfinanzierung festgestellt. Die neoliberale Bildungspolitik als Ursache u.a. dieser Übel wollen wir bekämpfen. In einer Stadt wie Köln, in der Zehntausende Studierende, Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Angestellte unter den Gegebenheiten des Bildungssystems zu leiden haben, ist es wichtig, gegen die derzeitigen Zustände zu protestieren.

Die bundesweite Aktionswoche „Bildungsstreik 2009“ vom 15.-19.06.2009 bietet auch für alle Kölnerinnen und Kölner die Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand hinaus und im Bündnis mit vielen gesellschaftlichen Gruppen, wie Gewerkschaften und sozialen Bewegungen zu protestieren. Denn wir sind überall mit der gleichen Politik konfrontiert: An der Hochschule, in den Schulen und im Betrieb.

Alle Reformversuche der letzten Jahre – egal ob Schulzeitverkürzung, Studiengebühren oder Bachelor/Master – haben den Druck auf Lernende extrem erhöht. Dies führt allerdings nicht zu einer aufgeklärteren und gebildeteren Gesellschaft, sondern dazu, dass immer mehr junge Menschen ihren Bildungsweg/Ausbildungsweg abbrechen oder mit Burn-Out-Syndrom psychologische Beratung suchen. Gegen diese Fehlentwicklungen werden wir am 17.06.2009 gemeinsam in Köln auf die Straße gehen und für ein besseres, gerechteres Bildungssystem kämpfen.

Wir fordern, die derzeitige Ökonomisierung des Bildungssektors umgehend zu stoppen, und setzen uns unter anderem für die Realisierung dieser Punkte ein:

  • Selbstbestimmtes Lernen und kostenfreier Zugang zu Bildung für alle
  • Öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft
  • Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen
  • Erhöhung der Ausbildungs- und Studienplätze, so dass jede/r Jugendliche ihre/seine Berufswahl frei treffen kann
  • Eine Schule, die auf die individuellen Bedürfnisse der SchülerInnen eingeht und Chancengleichheit garantiert: Kleinere Klassen, mehr Lehrpersonal, Abschaffung jeglicher selektiver Strukturen, wie dem mehrgliedrigem System
  • Abschaffung von prekären Arbeitsverhältnissen, sowie von Zeit- und Leiharbeit
  • Unbefristete Übernahme von Auszubildenden nach Beendigung der Lehre in ein Vollzeitarbeitsverhältnis im erlernten Beruf

Auch in Köln – einer Stadt mit über 300 Schulen aller Schulformen, elf Hochschulen und zahlreichen Auszubildenden – ist es bitter notwendig, auf den bundesweiten Bildungsnotstand aufmerksam zu machen und endlich notwendige Verbesserungen einzufordern. Wir rufen deshalb alle auf, sich an den Demonstrationen am 17. Juni zu beteiligen!

Arbeitskreis Bildungsstreik Köln

Mitaufrufende
BezirksschülerInnenvertretung Köln
DGB-Jugend Köln
AStA der Universität zu Köln
AStA der Fachhochschule Köln
AStA der Katholischen Hochschule NRW in Köln
Studierendenparlament der Hochschule für Musik und Tanz Köln

Arbeitskreis Studiengebührenboykott der Uni Köln
Wendepunkt – Junge Sozialisten an der Uni Köln
Neue Liste für mehr Demokratie (FH Köln)
Kritische Medizinstudierende
Die Unabhängigen an der Uni Köln
LiLi Uni Köln
NOYA Köln (network of young altermondialists)
LUST – die FachschafterInnenliste der Universität zu Köln
Fachschaft Biologie & Biochemie der Universität zu Köln
Juso-Hochschulgruppe Köln
… wird ständig aktualisiert


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